Till Lichtenbergers traditionell analoge Photographie setzt reale Dinge und lebende Menschen neu und überraschend in Szene und gibt ihren Interaktionen eine Bildform. Er fügt darüber hinaus der zweiten Welt der der schon einmal abgebildeten Abbilder noch eine weitere, dritte Ebene hinzu, bietet Reflexionen und Phantasieanregendes im bisher so noch nicht Gesehenen. Die scheinbar so ubiquitäre und ausgereizte Photographie ist eben noch lange nicht am Ende. Sie kann alles zeigen, selbst wenn sie sich gerade dabei fast ins Nichts verliert. 1839 sagte der englische Photopionier William Henry Fox Talbot, er habe eine Kunst begonnen, deren Grenzen man zur Zeit nicht mit Sicherheit bestimmen kann. Diese Worte bleiben angesichts der Kunst von Till Lichtenberger aktuell.

- Hajo Schiff -