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Stand 406 SF

ANNE HERZBLUTH (Teilnehmerin 55. Biennale Venedig 2013)
Ich bin Malerin, Künstlerin. Übersetzerin. Im 21. Jahrhundert. Mit meiner eigenen Sprache und meinen eigenen Fragen, die ich mir stelle. In der heutigen Zeit gibt es keine Epochen, keine Schulen mehr, es gibt nur noch Einzelkünstler, die aus ihren eigenen Erfahrungen und Erkenntnissen schöpfen. Es gibt also keine Kontinuität, keine Fortsetzung, keinen Vater und keinen Begründer. Es gibt immer nur den EINEN, auf sich selbst zurückgeworfenen Künstler.  Mein Anspruch ist, unmögliche Fragen zu stellen, zu zeigen, zu vermitteln, zu berühren.. Mein Antrieb sind Dinge, die jeweils eine bestimmte Stimmung oder Geschichte in sich tragen, die einen starken Impuls in mir auslösen. Schnappschüsse unseres Alltags. Daraus entwickle ich dann die Idee - durch Verknüpfungen und Intuition. Es geht um die innere Einsicht, ein tieferes Verständnis.

KONSTANTIN SOTNIKOV
Sotnikovs zutiefst rätselhaften, durch eine Vielfalt von Verweisen und Indizien aufgeladenen Arbeiten lassen sich nie in Gänze erschließen. Das mediale Spektrum des Künstlers reicht von den doppelbödigen erzählerischen Szenen auf der Leinwand bis hin zu plastischen Assemblagen aus Fundstücken von Floh- und Trödelmärkten. In den vergangenen Jahren sind zudem Skulpturen aus Holz oder Gips sowie geschnitzte Reliefs entstanden. Inhaltlich befasst sich der Künstler seit 2012 zunehmend mit Stilleben, Portraits und theatralen malerischen Inszenierungen, in denen die Genres ineinandergreifen, Stilleben und personalstarke Spektakel im übertemporalen Zeitensprung miteinander verbunden sind. Die von einer „scharfsinnigen, finsteren Schönheit“(7) durchströmten grotesken spätmittelalterlichen Höllenvisionen von Hieronymus Bosch (um 1450–1516) ziehen sich als eine Konstante durch Sotnikovs Werk hindurch. Hinzu kommen Motive aus botanischen Verzeichnissen und Tieratlanten vergangener Jahrhunderte, selbst erfundene comicartigen Wesen und Images aus der Werbung.

TIBOR POGONYI
Geboren in Eger 1974. Nach dem Abitur Kunst- und Germanistikstudium an der Pädagogischen Hochschule in Eger von 1994 bis 1999. Im Jahre 2000: Anfang des Studiums an der Kunstakademie München bei Fridhelm Klein. Seit dem Wintersemester 2003 Studium in der Malerklasse von Anke Doberauer. Ab 2004 Stipendiat des Cusanuswerks. Ab November 2006 Meisterschüler in der Klasse von Anke Doberauer. Februar 2007: Diplom an der Akademie der Bildenden Künste München. Nach dem Diplom: Arbeit als freischaffender Künstler. Meistern, wie zum Beispiel Tizian oder Velazquez. Beide Darstellungen werden durch die Verhüllung der Figuren und durch subtile Motive aus unserer Zeit absurd und surreal. Die Szenen werden durch eine stille, aber dennoch beunruhigende Atmosphäre beherrscht, wo die Menschen in einer geheimnissvollen Beziehung zueinander stehen.

MANFRED DÖRNER

lm Format tendiert Dörner zur Größe. Alle ambitiöse Umständlichkeit, alles kleinteilige Gepussel ist ihm fremd. Irgendwann in den achtziger Jahren, als er mit der Malerei zu experimentieren anfing, hatten ihm die Umstände ein paar recht kleine Leinwände in die Hände gespielt. Als einzelne Bildchen erschienen sie ihm zu mickrig und so nagelte er sie kurzerhand zusammen. Dieses Prinzip der Zusammenstellung von Bildtafeln zu einem größeren Rechteck hat er bis heute beibehalten. Die vorher einzeln bemalten Teile werden dann hin und wieder mittels einem die Binnengrenzen überschreitenden Farbstreifen zusammengefaßt. Durch Kombinationen neue Bildwirkungen zu entdecken, bezeichnet einen konzeptionellen Kern der Malerei von Dörner. Nicht das einzelne Werk als solches, als festgelegte und statische Größe interessiert ihn, sondern das Potential an Wandlungen und Möglichkeiten, das malerischen Strukturen innewohnen kann. Er verhilft der Aussagekraft von Bildern dadurch zur Existenz, indem er ihnen Begegnungen mit verwandten Bildern verschafft

Künstler auf Scope Basel

Anne Herzbluth

Konstantin Sotnikov

Tibor Pogonyi

Manfred Dörner

Heissingsart SCOPE 2014