Manfred Dörner

In der Arbeit Manfred Dörners wird der Vorgang des Kunstschaffens selbst zur Kunst. Was wir am Ende sehen ist nicht nur ein Bild. Es ist ein Abbild eines Prozesses, in dem sich Kräfte mit bildnerischer Gewalt ausdrücken und sich ihren Weg bahnen. Dörner stellt sich diesen Kräften nicht in den Weg. Er bietet ihnen vielmehr die Topographie, in der sie sich frei ausbreiten können. Wenn wir seine Bilder sehen, sind wir ergriffen und bewegt. Und viele wundern sich darüber. Es sind ja nur abstrakte Bilder. Jetzt ahnen wir, dass der Begriff abstrakt möglicherweise ungeeignet ist, die Arbeiten von Dörner einzuordnen. Es ist keine abstrakte Kunst. Es ist eher eine topographische Kunst, bei der der Künstler selbst zur Landschaft wird.